Im Raum Tecklenburg gibt es eine Menge von Felsformationen aus Sandstein. Bekannt sind die Hexenküche und der Heidentempel. Ausgrabungen und Forschungen an dem weniger bekannten Dodofelsen waren Thema eines Vortrags von Frau Jahnke (Tecklenburg). Frau Jahnke ist seit 1985 Historikerin in Tecklenburg und Münster. Als gebürtige Tecklenburgerin beschäftigt sie sich schon seit Kindheitstagen mit Archäologie und Geschichte.
Der Name Dodofelsen soll auf ein Verlöbnis eines Barons von Diepenbroick-Grüter mit Dorothea (Dodo) Rickmers an dieser Stelle zurückzuführen sein. Das bestätigt ein Urenkel, Baron Hartwig von Diepenbroick-Grüter, Teilnehmer an dieser Veranstaltung.
Um 1900, als viele Heimatfreunde - auch in Tecklenburg - Geschichten und Sagen zur Förderung des Tourismus erfanden und zu deren Untermauerung z.B. Steinmetzarbeiten an Felsen ausführen ließen (z.B. Blutrinne Heidentempel), ist denn auch die Sage um die Liebesaffäre der Grafentochter Paula mit dem am Hofe beschäftigten 'Förster Dodo' entstanden. Dem Dodofelsen gegenüber auf der anderen Seite der Bahnhofstrasse erkennt man das dazugehörige Felsgebilde, den 'Paulafelsen'.
1963 gab es erstmals in den WN einen umfassenden Artikel über den Dodofelsen. Der Denkmalpfleger Strübbe berichtet darin über verschüttete geheimnisvolle Treppen, Räume und Verzierungen an den Felswänden. Ab 1983 wurden schließlich unter der Leitung der Tecklenburgerin Frau Sigrid Harte (Mutter von Frau Jahnke) zusammen mit Mitgliedern der archäologischen Arbeitsgemeinschaft Ausgrabungen unterhalb des Dodofelsens vorgenommen. Dabei wurde ein Platz mit einer acht Meter langen glattgehauenen Felswand freigelegt. In dieser Wand befinden sich verschiedene Ornamente und Nischen. Weitere Bearbeitungen deuten auf Balkenlager und einen Kamin hin. An verschiedenen Stellen wurden Treppenstufen und Mauerreste entdeckt. Alle Spuren am unteren Felsblock deuten darauf hin, dass hier einmal ein beheizbarer Raum bestand, dessen Dach im Felsen verankert war.
Die wissenschaftliche Betreuerin der Ausgrabung, Frau Dr. Gabriele Isenberg vom Referat Mittelalterarchäologie in Münster, datiert die Entstehung der Steinmetzarbeiten auf die Mitte oder zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Nach drei Jahren wurden die Ausgrabungen eingestellt. Frau Jahnke erklärt, dass sich das Geheimnis dieser sorgfältig ausgeführten Steinmetzarbeiten bis heute noch nicht habe lüften lassen.
Die Örtlichkeit am späteren Dodofelsen wird vermutlich 1611 erstmals urkundlich erwähnt. Im Archiv von Haus Mark fand Frau Jahnke eine Urkunde, in der die Erneuerung eines zur Zeit des Grafen Arnold errichteten mit einem Schloß abgesperrten „Hecks“ (Tor, Wegsperre) am Weg zwischen Tecklenburg und Haus Marck vereinbart wird. Nur dem Grafen und dem Herrn von Haus Marck sei der Durchgang erlaubt gewesen. Es könnte vielleicht ein Zusammenhang bestehen zu der oben erwähnten Anlage.

Hartmut Hellkötter

 

Nachfolgend Photos von der Ausgrabungsstelle

        

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